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Begriff Denkmalschutz

Geschichte:

Der Gedanke des Denkmalschutzes kam in Deutschland erstmals im 19. Jahrhundert während der Epoche der Romantik auf. Damals bezogen sich die Schutzmaßnahmen vor allem auf mittelalterliche Bauwerke. Das war ein Zeitabschnitt, welcher der Romantik besonders am Herzen lag. Denkmalschutz wurde bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts recht uneinheitlich betrieben und blieb Sache einzelner Landesregierungen. Eine Vorreiterrolle nahm z. B. das Land Sachsen ein. Erst die massiven Zerstörungen durch Baulandspekulationen und den modernen Wohnungsbau ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts riefen Gegenstimmen auf den Plan. Diese Gegenstimmen forderten europaweit mehr Engagement im Denkmalschutz. Die Zeit, in der ungestraft ganze Fachwerkviertel abgerissen oder Gründerzeitvillen durch kastenförmige Anbauten verschandelt wurden, ist zum Glück vorbei. Heute wacht ein strenges Regelwerk und ein Netz von Behörden und Denkmalpflegern darüber, dass Denkmal - Immobilien in ihrer Schönheit und ihrem historischen Wert erhalten bleiben. Durch Umbau und Modernisierung sowie Sanierungen entstehen aus Denkmal - Immobilien nicht selten unter Denkmalschutz stehende exklusive Immobilien.


Je nach Bundesland gibt es grundsätzlich zwei Systeme, nach denen der Denkmalschutz rechtswirksam wird. Im sogenannten nachrichtlichen System wird genau definiert, welche Kriterien ein Objekt erfüllen muss, um unter den Denkmalschutz zu fallen. Daus folgt die Wirkung, dass durch die Erfüllung dieser Kriterien ein Objekt dem Denkmalschutz automatisch zufällt. Beim konstitutiven System werden ebenfalls Aufnahmekriterien definiert, mit dem Unterschied, dass beim Nachweis aller Bedingungen erst ein Verwaltungsakt der zuständigen Behörde das Bauwerk zum Denkmal macht. Beide Systeme führen Denkmallisten, aber nur im konstitutiven ist der Denkmallisten-Eintrag für ein Bauwerk rechtsverbindlich. Zuständig für die Inventarisierung und alle Entscheidungen rund um die Denkmal - Immobilien sind die Denkmalschutzbehörden der Länder. Diese Ämter sind zumeist dem Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zugeordnet und teilen sich in die übergeordnete Obere Denkmalschutzbehörde sowie in die auf kommunaler Ebene tätige Untere Denkmalschutzbehörde auf. Daneben gibt es als Fachbehörde noch das Landesamt für Denkmalpflege mit dem Landeskonversator. Hier wird auch die Denkmalliste geführt.

Denkmalschutz ist in vielen Fällen leider auch ein schwacher Schutz.

Oftmals gelingt es Eigentümern aus eigenen Mitteln nicht, die Denkmalschutz-Vorgaben zu erfüllen. Bis die entsprechenden Mittel bereitgestellt werden, hat die Bausubstanz der Immobilie so sehr gelitten, dass sie eine Gefahr darstellt oder mangels notdürftiger Handlungen sogar einstürzt.

Bis staatliche Reglements greifen, sind viele der Immobilien bereits nicht mehr zu erhalten.